Interview mit Lea vom Blog No Fahsion for Me…

Heute stellen wir euch eine weitere Bloggerin vor und zwar die 24-jährige Churerin Lea, die seit Juni 2011 ihren Blog No Fashion for Me betreibt. Lea lebt und arbeitet in Chur und geht sowohl beruflich (Corporate Communications) wie auch privat ihrem Hobby, dem Schreiben nach.  Wie Lea zu ihrem Blognamen gekommen ist und wie sie ihre Zukunft als Bloggerin sieht, verrät sie uns im Interview.

Dein Blog trägt den Namen No Fashion for Me. Was steckt hinter diesem Namen bzw. wie bist du dazu gekommen?

Wie viele Frauen habe auch ich, wenn ich vor meinem Kleiderschrank stehe, dauernd das Gefühl, ich hätte nichts anzuziehen. Mein Freund bemerkt dann immer korrekterweise, dass dies unmöglich sei, bei einer derartigen Auswahl. Eines Tages, als ich mich wieder einmal über den Platzmangel in meinem Schrank nervte und gleichzeitig wieder das Gefühl hatte, da wäre ja sowieso nichts Schönes drin, beschloss ich, meinem Freund rechtzugeben und mich mit dem anzufreunden, was ich hatte. Da ich keine halben Sachen mache, entschied ich, das Shopping für eine Weile bleiben zu lassen. Ein ganzes Jahr lang wollte ich darauf verzichten. Natürlich gelang mir dieses Unterfangen nicht und zudem konnte ich an nichts mehr anderes denken, oder über irgendetwas anderes Schreiben, als über Mode. Irgendwann wurde dann aus einem „Anti-Mode“ – Blog ein  Modeblog, den es nun ein Jahr später immer noch gibt. Mein Platzproblem gibt es übrigens auch immer noch.

Wie würdest du den Inhalt deines Blogs beschreiben?

Das ist schwierig, denn ich habe viele Dinge, über die ich gerne schreiben möchte. Man kann aber schon sagen, dass die Mode als Thema auf meinem Blog dominiert. Ich bin kein High-Fashion Fan, sondern schreibe eher, für Mädels, die über die gleichen Interessen und auch ein ähnliches Budget verfügen, wie ich. Das ist es doch auch, was Blogs ausmacht. Dieses vernetzen und diskutieren von Gleichgesinnten untereinander.

Hast du einen Lieblingsbeitrag auf deinem Blog und wenn ja, weshalb? (bitte mit Link J)

Ein Blogpost, der wirklich unglaublich oft angeklickt wurde und mir zeigte, dass Blogger durchaus relevanten Content produzieren können, war der über eine Lederjacke, die Nena in einer Folge von „The Voice of Germany“ trug. Ich sah die Jacke, schnappte mir meinen Labtop und schrieb, während die Sendung noch lief, einen Beitrag. Offenbar suchten danach viele Zuschauer der Sendung nach diesen Informationen. Das war eine coole Erfahrung. http://nofashionforme.com/2012/01/06/lederjacken-wie-nena/

Mit Mode versucht man ja aber immer auch ein bisschen der Realität zu entfliehen. Manchmal werde ich jedoch von meinen eigenen Gedanken oder Erlebnissen wieder in die Realität gezogen und schreibe diese dann in Form von Kurzgeschichten auf. Diese sind zwar nicht wahr, gleichwohl trotzdem irgendwie persönlich, weil sie doch einen kleinen Einblick in die Gefühlswelt eines Menschen geben. So wie dieser Beitrag: http://nofashionforme.com/2011/11/29/schwellenangst/

Wie siehst du deine Zukunft als Bloggerin?

Keine Ahnung. Noch macht es mir Spass, aber ich weiss nicht, wie lange das so bleiben wird. Jedenfalls gibt es keine speziellen Ziele, auf die ich hinarbeite und ich verbinde auch keinen  Ehrgeiz mit dem Bloggen. Es ist ein Hobby und da ich auch beruflich im Social Media Bereich tätig bin, sicherlich ein Sinnvolles, das vielleicht auch dem einen oder anderen Leser ein wenig Freude bringt.

Hast du ein Vorbild oder eine Inspirationsquelle für deinen Blog?

Nicht direkt. Mir gefällt das Medium an sich. Blogs sind ja sehr subjektiv. Was mir gefällt, das kommt auf meinen Blog. Natürlich sieht man auch, was andere so tun. Meinen Blog würde ich aber nicht als typischen Modeblog bezeichnen, denn ich gehöre nicht zu denjenigen, die sich selbst gerne vor die Kamera stellen und Fotos von sich posten, was auf den meisten Modeblogs sehr zentral ist. Darin bin ich sehr verhalten. Bei mir steht der Text im Vordergrund, was vielleicht auch manche Besucher abschreckt. Ich bewundere aber auf jeden Fall diverse andere Modeblogger, die sich die Dinge trauen, vor denen ich zurückschrecke. Manchmal lasse ich mich sicherlich davon ein wenig anstecken und werde dadurch auch selbst mutiger. Inspirierend finde ich vor allem die Vielfältigkeit, die im Netz zu finden ist. Fast jeder Blog hat irgendwo seinen Charme.

Und zum Schluss, verrätst du uns deine drei Lieblingsblogs?

Meine drei Lieblingsblogs, und auch die einzigen Modeblogs auf denen ich regelmässig vorbeischaue, sind chic-und-schlau.ch, fashionpuppe.de und fashionhippieloves.com.

Diese Blogs sind so unterschiedlich und gleichermassen cool, da ist irgendwie von allem was dabei. Ich habe darüber übrigens auch schon Mal einen Post geschrieben: http://nofashionforme.com/2011/12/23/meine-3-liebsten-modeblogs/

Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog.

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